Endometriose – kein unabwendbares Schicksal

Die Endometriose kann bis heute nicht geheilt werden. Fünf Jahre nach einer medikamentösen oder chirurgischen Therapie gehen Experten von einer Rückfallquote von 20 bis 50 Prozent aus. Bei einem Fünftel bis zur Hälfte der betroffenen Frauen ist nach einigen Jahren also eine erneute Behandlung mit Arzneimitteln oder durch Operation erforderlich. Bisher ist auch keine Methode bekannt, die das erstmalige oder erneute Auftreten einer Endometriose verhindern kann.

Leben mit Endometriose

Endometriose ist dennoch kein unabwendbares Schicksal. Die vorhandenen Therapien ermöglichen es vielen Betroffenen, über lange Zeiträume beschwerdefrei oder mit erheblich verbesserter Qualität zu leben. Wissenschaftler arbeiten zudem daran, die Diagnose der Erkrankung zu vereinfachen und noch wirksamere Behandlungsmethoden zu entwickeln.

Die Hauptziele der Endometriosetherapie sind, Endometrioseherde zu beseitigen, um bestehende Beschwerden zu lindern und/oder unerfüllten Kinderwunsch in Folge der Erkrankung zu verhindern. Hormontherapie, Schmerzmittel und operative Behandlung verbessern die Situation der betroffenen Frauen deutlich und erlauben, individuell auf die Beschwerden sowie Bedürfnisse der Patientinnen einzugehen. Eine erfolgreiche Behandlung erfordert eine langfristige und konsequente Durchführung der Therapie.


Eine Endometriose muss also keine der betroffenen Frauen hinnehmen
, auch wenn sie sich (bislang) nicht verhindern lässt. Ein Besuch beim Gynäkologen lohnt sich, denn zusammen mit der Patientin wird er nach der passenden Therapie suchen. Nur so können die Beschwerden deutlich gebessert und damit der Alltag leichter bewältigt werden.