Ernährung – mehr als Nährstoffzufuhr

Für Betroffenen gilt es in vielen Fällen, mit der Endometriose zu leben, ohne dass die Lebensqualität allzu sehr vom Verlauf der Erkrankung dominiert wird. Dazu können alle Massnahmen beitragen, die das körperliche und seelische Wohlbefinden verbessern bzw. Kraft und Lebensfreude schenken. Gesunde Ernährung und auch Bewegung nehmen dabei eine Schlüsselstellung ein.

Auf den ersten Blick könnte der Eindruck entstehen, Essen sei im Prinzip mit dem Nachtanken eines Autos zu vergleichen: Hauptsache, die Kraftstoffmenge reicht. Doch Mahlzeiten und Ernährung erfüllen beim Menschen weit komplexere Funktionen.

Ausgewogene Ernährung bei Endometriose

Die Zufuhr verschiedenster Substanzen (wie z.B. Fette, Kohlehydrate, Eiweisse, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente etc.) ist in erster Linie erforderlich, um den Organismus selbst sowie die vielfältigen Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Auch aus psychischer Sicht kommt der Ernährung und den verschiedenen Nahrungsbestandteilen grosse Bedeutung zu. Beispiele sind die anregende Wirkung von Kaffee, die Freude an einem Stück Schokolade oder die lockernde und später enthemmende Wirkung von Alkohol.

Doch auch gewöhnliche Nahrung beeinflusst die Psyche stärker, als vielen Menschen im Alltag bewusst ist. So kann zum Beispiel eine gewisse geistige Trägheit nach einer üppigen Mahlzeit auftreten oder Hunger Menschen reizbar machen.

Aus medizinischer Sicht steht beim Thema Ernährung zumeist die ausgewogene Zufuhr von Nährstoffen im Vordergrund. Gerade wenn es darum geht, die Ernährung umzustellen, sollte jedoch beachtet werden, dass Essen und Trinken das menschliche Leben in vielerlei Hinsicht beeinflussen können.